Wie schon in den letzten Jahren üblich entstehen die meisten Bastelseiten bei mir um die Weihnachtszeit, wenn das Wetter nicht mehr so schön draußen ist. So gab es auch in diesem Jahr wieder ein paar Adventsseiten, die ich jetzt in die Rubrik "Seiten für Kinder" schieben möchte. Darauf wird nicht nur gebastelt, man kann dort auch Kinderspiele oder Backseiten entdecken und jetzt sollen immer mal Kindergedichte folgen. Das erste ist ein Wintergedicht, das schon meine Eltern kannten. Es gefällt mir noch immer und hier ist es also:








              Gefroren hat es heuer
              noch garkein festes Eis.
              Das Büblein steht am Weiher
              und spricht so zu sich leis':
              "Ich will es einmal wagen,
              das Eis, es muß doch tragen."
              Wer weiß?

              Das Büblein stampft und hacket
              mit seinem Stiefelein.
              Das Eis auf einmal knacket,
              und krach, schon bricht's hinein.
              Das Büblein platscht und krabbelt,
              als wie ein Krebs und zappelt
              mit Armen und mit Bein.

              "O nein, ich muß versinken
              in lauter Eis und Schnee,
              o helft, ich muß ertinken
              im tiefen, tiefen See."
              Wär nicht ein Mann gekommen,
              der sich ein Herz genommen,
              o weh!!!

              Er packte es beim Schopfe
              und zieht es dann heraus,
              vom Fuße bis zum Kopfe
              wie eine Wassermaus.
              Das Büblein hat getropfet
              der Vater hat geklopfet
              es aus.... - zu Haus.

              Friedrich Güll
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© Regina Franke - 1.12.2000