Hallo alle zusammen, ich habe ja versprochen mit euch heute etwas zu basteln und weil das Weihnachtsfest schon sehr nahe ist, wird es Zeit für eine kleines Adventsgesteck. So ein Gesteck ist ein nettes Geschenk, daß nicht nur der Mutter, sondern auch der Tante oder Oma gefällt. Seid ihr soweit fertig? Na dann geht es jetzt los damit.... :))

Ein Adventsgesteck
Wir brauchen dazu:
Tannenzapfen, Kastanien u.ä. eine Steckschale und Blumensteckmasse silbere oder goldene Blüten oder Blätter kurze und etwas längere Tannenstückchen kleine Zweige mit bunten Herbstblättchen ein oder zwei lange Kerzen, Schleifenband Trockenblumen oder künstliche Blüten und Blätter etwas dünnen Blumendraht, eine Zange und anderes Zubehör...
Schon alleine die Steckschale kann sehr unterschiedlich sein und ihr müßt mit überlegen, was ihr verwenden wollt. Als Beispiel, es kann eine richtige Steckschale sein, aber auch ein bunter Blumentopf der auf einem Untersatz stehen muß. Ich verwende gerne einen hübschen Übertopf, in den ich die Steckmasse drücke und im letzten Jahr habe ich einen Weihnachtsmann aus Keramik im Blumenladen bekommen, der einen Schlitten vor sich herschiebt. Dieser Schlitten ist innen hohl und war gedacht, daß man als Nikolausgeschenk einen Beutel mit Süßigkeiten hineinlegen sollte.
Das ist meine bevorzugte Steckschale geworden, aber um euch aber zu zeigen wie alles geht, verwende ich jetzt der Einfachheit halber eine runde Schale. In diese Schale drücke ich die zugeschnittene Steckmasse, die es meist im Blumenladen oder einen Baumarkt (Gartenabteilung) gibt.
Sie muß gerade so in die Schale reingehen und darf nicht von alleine wieder rausfallen. Habt ihr die Steckmasse fest im Topf oder der Schale, könnt ihr sie gleich etwas anfeuchten. Dann schneiden wir uns
kleine Tannenspitzen zu, das untere Ende wirklich etwas anspitzen und ca. 1 cm die Tannennadeln entfernen, so stecken sich die Zweige leichter in die Steckmasse. Die Länge der Tannenzweige sollten etwa 10 - 25 cm sein.
Ihr müßt entscheiden, ob man die Schale gleichmäß von allen Seiten ansehen soll, oder sie nur aus einer Richtung betrachtet werden soll - danach muss die Tanne gesteckt werden.
Mein Gesteck soll von vorne angeschaut werden und so stecke ich die größten Zweige hinten in die Steckmasse, etwa so wie auf diesem Bild. Ihr könnt erkennen, der größte Zweig ist hinten in der Mitte, zwei etwas kleinere Zweige rechts
und links davon. Hat man genug Platz in der Schale und alles wird zu durchsichtig, kann man auch leicht versetzt noch eine zweite Reihe stecken. Sollte das Gesteck aber "rund" angeschaut werden, dann müssen die großen Zweige in die Mitte und alles andere darum angeordnet werden. Bei mir kommen an den Seiten wieder kleinere Zweige und achtet dabei auf den Steckwinkel.
Niemals nur gerade senkrecht in den Topf oder die Schale stecken, das sieht dann nämlich nur wie eine Hecke aus. Ich zeichne mal schematisch eine Ansicht um deutlich zu machen, wie ich es meine. Die großen Tannenstücken sollten leicht nach hinten geneigt in die Schale gesteckt werden, die Seitenteile etwa 45 Grad nach außen
geneigt und die Vorderteile und kleinsten Stücken sollten fast flach gesteckt werden, oder nur leicht nach oben geneigt. So gesteckt bleibt in der Mitte der Schale ein fast freier Raum, in den man andere Sachen noch stecken kann. Jetzt kommt es auf eueren Geschmack an, was ihr weiterhin verwendet.
Man kann vor den größten Tannenzweig einen Zweig mit bunten Herbstblättern stecken, ich habe hier einen getrockneten Zweig mit bunten Blättern gewählt, an dem auch ein paar Hagebutten befestigt sind. Da es meist in der Natur nicht so wächst wie man es haben mächte, kann man dem etwas nachhelfen. An einem Zweig mit Hagebutten kann
man bunte Blätter kleben oder mit feinem Blumenbindedraht befestigen. Vor diesen Zweig stecke ich ein Kerze in das Gesteck und weil sie nicht umfallen darf, biege ich etwas festeren Draht zu einem U, nehme es mit einer isolierten Zange und halte den gebogenen Teil des Drahtes über eine Flamme. Vorsicht, der Draht wird sehr heiß und wenn er fast glüht, drücke ich ihn unten etwa 2 cm in die Kerze, daß die beiden offenen Enden herausstehen. Alles lasse ich kalt werden und kann dann die Kerze in die Steckmasse reinstecken. Dann habe ich Tannenzapfen gesammelt, jeder Zapfen wird einzeln wieder mit dünnen Draht befestigt, um etwas festeren Draht gewickelt und kann so
ins Gesteck gedrückt werden. Wer etwas fauler ist, kann auch im Bastlerbedarf kleinen Tüten mit schon gedrahteten Zapfen kaufen, es gibt sie manchmal auch gleich in goldener oder silberner Ausführung. Aber bitte nicht gleich so eine ganze Packung verwenden, weniger ist in solchen Sachen immer mehr, daß heißt, ein oder zwei Zapfen sehen wirkungsvoller aus als ein ganzes Bündel davon. Ich habe in diesem Jahr einen kleinen künstlichen Apfel anstelle der Zapfen im Gesteck und muß sagen, es sieht ebenfalls gut aus.
Nun stecke ich neben den Apfel noch eine
Schleife, auf die andere Seite kommen ein paar Blüten und ein paar Beeren, die man sogar jetzt noch an den Sträuchern finden kann. Es ist egal ob es weiße Beeren sind, rote oder schwarze, ob mit kleinen Blättern oder ohne. Geht mal mit offenen Augen ein wenig spazieren und ihr werdet staunen, was man so alles finden kann. Das Gesteck ist fast fertig, ihr braucht nur an der Vorderseite mit kleinen Tannenstücken die letzten Lücken füllen und schon kann die Schale verschenkt werden. Und wie das alles jetzt aussieht, wollt ihr wissen? Na etwa so.... :))
Kleine Tipps noch zur Gestaltung der Innenflächen: es sieht auch toll aus, wenn man eine ganz kleine Schachtel wie ein Geschenk einwickelt, auf der Unterseite etwas stärkeren Draht befestigen und das anstelle des Apfels oder der Tannenzapfen mit in die Schale steckt. Außerdem kann man auch mehrere dünne Kerzen stecken, eine große und eine kleinere und es gibt noch unzählige andere Varianten. Probiert es einfach mal und auch für andere Jahreszeiten kann man mit Zweigen, Blumen und Gräsern ein schönes Gesteck herstellen. :))
Dabei sind euerer Fantasie keine Grenzen
gesetzt, man kann Zweige oder Statice mit reinstecken, alles mit Schnee überpudern, mit gefärbten Nüssen oder Zapfen arbeiten oder selbst in der Natur auf die Suche gehen. Und noch eins kann ich sagen: es sollte sich jeder freuen, der so ein liebes, selbstgemachtes Geschenk erhält.
Letzter Hinweis von mir ist: man kann sich auch vieles im Bastelbedarf besorgen und verwenden, wenn die Zeit knapp wird und somit wünsche ich euch viel Spaß beim gestalten der Schalen....

Zurück zur Kinderseite© Regina Franke - 9.12.2000